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"Stadtwende": Wanderausstellung zum Umgang mit historischen Bauten in der DDR

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  • Erstellt: 13.10.2021 / 16:01 Uhr von eb/pre
Im Rahmen eines kooperativen Forschungsprojektes wird seit einiger Zeit der Umgang mit der historischen Bausubstanz in ausgewählten Altstädten der DDR untersucht und ihre Entwicklung bis in die 1990er Jahre verfolgt. Erste Forschungsergebnisse sind in eine Wanderausstellung eingeflossen, die in den kommenden Wochen in zehn ostdeutschen Städten mit historischen Altstadtkernen gezeigt wird. Das Stadtmuseum Brandenburg an der Havel freut sich mit den Projektpartnern, dass der Startschuss für diese spannende Reise am Donnerstag, 21. Oktober, in der Havelstadt vollzogen wird.

Die Technische Universität Kaiserslautern forscht gemeinschaftlich mit der Bauhaus Universität in Weimar, dem Leibniz Institut für Raumbezogene Sozialforschung in Erkner und der Universität in Kassel an diesem Thema. Die daraus entstandende Ausstellung zeichnet die Planungen zum Umbau nach sozialistischem Muster aus den späten 1960er Jahren und den damit einhergehenden Abrissen in den Altstädten Ostdeutschlands auf.
 
In Brandenburg an der Havel sollte zum Beispiel rund um die Jahrtausendbrücke ein vollkommen neues Stadtzentrum mit großen Magistralen entstehen. Wie hätte die historische "Chur- und Hauptstadt der Mark Brandenburg" ausgesehen, wäre es nach der Überarbeitung des Generalbebauungsplans Mitte der 1980er Jahre zur vollständigen Umsetzung gekommen? 
 
Die Ausstellung thematisiert aber nicht nur die Vernachlässigung der historischen Stadtkerne, sondern auch den sich allmählich formierenden Widerstand dagegen von Bewohnern und Bürgergruppen. 
 
In einem Bereich des Ausstellungsrundgangs sind alle Besucher eingeladen, kreativ tätig zu werden: Am "Planungstisch" können eigene Wünsche für die Zukunft der Stadt in vielfältiger Weise hinterlassen werden. Dieser Bereich wird auch als "Stadtwende"-Labor für Veranstaltungen, Zeitzeugengespräche und Workshops genutzt. Bilder aus der Sammlung der Brandenburger Fotografin Ute Steglich setzen hier noch einmal ganz persönliche Akzente aus der Stadt. 
 
Die Ausstellung wird am 21. Oktober um 17 Uhr in der Johanniskirche eröffnet. Im Anschluss besteht die Chance, bei einem frühabendlichen Rundgang durch das Stadtmuseum die Wanderausstellung "Stadtwende" erstmals zu sehen. Für die Eröffnungsveranstaltung wird um Anmeldung unter [museum@stadt-brandenburg.de] oder 03381 / 58 45 01 gebeten. 
 
Ab dem 22. Oktober die Ausstellung dann bis zum 30. Januar 20222 zu den normalen Öffnungszeiten des Stadtmuseums in der Ritterstraße 96, dienstags bis sonntags 13 bis 17 Uhr, besichtigt werden. 
 
Weitere Informationen zum Projekt unter [www.stadtwende.de].

Bilder

Abriss eines Hauses in der Kapellenstraße 1974, im Hintergrund ist die St.-Gotthardt-Kirche zu sehen. Foto: Stadtmuseum Brandenburg
Historische Baustoffe werden 1988 aus einem Abrisshaus geborgen. Foto: Stadtmuseum Brandenburg
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