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Der Stadtsportbund steht gut da / Steigende Mitgliederzahlen vor allem im Jugendbereich / Ehrungen für Melanie Bendig und Ulrike Keller

Sport
  • Erstellt: 25.04.2024 / 07:30 Uhr von rb
Der Stadtsportbund Brandenburg an der Havel (SSB) hatte am Dienstagabend zu seiner alljährlichen Mitgliederversammlung ins TGZ eingeladen, um Rechenschaft über das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 zu geben und auf die Vorhaben im laufenden Jahr zu blicken. Dazu begrüßten SSB-Geschäftsführer Sebastian Bradke und Gerd Wartenberg, der Vorsitzende des SSB, neben den anwesenden 50 Delegierten aus den 83 Mitgliedsvereinen auch Vertreter aus der Politik.
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Bevor es zur eigentlichen Tagesordnung kam, nutzte Andreas Gerlach (Vorstand LSB Brandenburg), gemeinsam mit Antje Edelmann (Lotto Brandenburg) die Gelegenheit, zwei Brandenburgerinnen zu ehren. Seit nunmehr 20 Jahren werden Ehrenamtler mit dem Preis „Sportsympathie“ geehrt. Im Normalfall sind das jedes Jahr 20 Würdigungen, da es aber für die Stadt Brandenburg zwei Sportsympathiegewinnerinnen gibt, sind es im Jubiläumsjahr 21 Ehrungen. „Das ist unser Dank an Sie für ihre ehrenamtliche Arbeit ohne die der Breitensport nicht möglich wäre. Es ist eine der wichtigsten Auszeichnungen im Sport des Landes“, so der LSB-Vorsitzende.

Den gemeinsamen Preis gab es für Melanie Bendig und Ulrike Keller vom FSV Viktoria Brandenburg 1990 e. V. , die sich als ehrenamtlich Aktive, unermüdlich für ihren Verein einsetzen. Geehrt wird das Engagement der so ausgezeichneten Sportheldinnen mit einem Siegerpokal, einer Urkunde und 350 Euro Vereinsgeld. Für Melanie Bendig nahm ihr Sohn Marlon die Ehrung entgegen, da seine Mutter aus gesundheitlichen Gründen verhindert war. Der LSB und die Land Brandenburg Lotto GmbH möchten mit der jährlichen Ausschreibung der Ehrenamtspreise „Sportsympathie“ jedem einzelnen Ehrenamtlichen die verdiente Chance geben, abseits des alltäglichen Wirkens im Hintergrund, wenigstens einmal ins Scheinwerferlicht zu treten, wie es in der Begründung unter anderem heißt.

Danach wandte sich die Beigeordnete Alexandra Adel mit einem Grußwort an die Vereinsvertreter. Sie hob auch mit dem Blick auf die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr und auf die kommenden Ereignisse im laufenden Jahr die gute Arbeit in den Vereinen hervor. Dabei betonte sie gerade die ehrenamtliche Arbeit der Trainer, Betreuer und vieler andere, die das Leben der Vereine erst möglich machen. Sie dankte allen für ihr Engagement und sicherte den Vereinen auch weiterhin die tatkräftige Unterstützung ihrer für die Vereine zuständigen Mitarbeiter zu.

Im Rechenschaftsbericht des SSB hob Gerd Wartenberg hervor, dass man mitten im Olympiajahr stünde und sich mit der Ruderin Sarah Wibbernez sogar eine Brandenburger Sportlerin noch dafür qualifizieren kann. Das zeige, dass Brandenburg eben eine Sportstadt sei. Er stellte auch erfreut fest, dass sich, nach den letzten Jahren die Mitgliederzahlen in den 83 im SSB organisierten Sportvereinen wieder nach oben bewegen.

Mit jetzt 12.666 Mitgliedern kamen knapp 1.000 Neue hinzu. Das bedeute einen Organisationsgrad von 17 Prozent. Im Vergleich dazu sind im ganzen Land Brandenburg 14,8 Prozent sportlich organisiert. In der Altersgruppe 7 bis 14 Jahre ist der Anteil der Mitglieder mit 3.145, das sind 24,8 Prozent, am größten. Hier kamen allein im letzten Jahr 308 neue Mitglieder hinzu. Am schwächsten vertreten ist die Altersgruppe 19 bis 21 Jahre, was sich aber auch oft mit dem Weggang der jungen Menschen für Ausbildung oder Studium erklären lasse. Mit 302 Mitgliedern macht diese Altersgruppe nur einen Anteil von 3,2 Prozent aus.

In seinen weiteren Ausführungen blickte Wartenberg auf eine erfolgreiche Arbeit des SSB und der Vereine zurück. So gab es zahlreiche Veranstaltungen sowie Schulungen und Weiterbildungen, um die Qualität des Trainings zu verbessern. Weitergeführt werde auch das Förderprogramm Goldener Plan und der Sportentwicklungsplan der Stadt werde auch weiter umgesetzt. Zudem wird es auch im diesem Jahr als Höhepunkt wieder die Sportgala geben.

Versammlungsleiter Sebastian Bradke informierte im Anschluss darüber, dass beim Beschwerdeausschuss keine Beschwerden eingegangen seien. Zudem gab er den vorläufigen Jahresabschluss für 2023 zur Kenntnis. Dabei informierte er die Anwesenden darüber, dass es auf der Seite der Ausgaben im laufenden Jahr ein Minus geben werde. Das sei darauf zurückzuführen, dass notwendige größere Ausgaben, so im Zusammenhang mit dem von den Vereinen nutzbaren Fahrzeug, entstehen würden. Die Mehrausgaben seien aber auch aufgrund von Spenden im Vorjahr gedeckt.

Insgesamt habe der SSB im vergangenen Geschäftsjahr 2023 nach vorläufigem Ergebnis Einnahmen von 490.326,31 Euro gehabt. Dem standen Ausgaben in Höhe von 464.416, 96 Euro, was ein Plus von 25.909,35 Euro für 2023 machte. Für das laufende Jahr 2024 sind Einnahmen in Höhe von 501.650,00 Euro und Ausgaben in Höhe von 525.250,00 Euro geplant.

Im Anschluss verlas Kassenprüfer Karl-Heinz Albrecht den Prüfbericht. Da, wie im Vorjahr, alles korrekt und nachvollziehbar bei der Prüfung war, empfahl er der Mitgliederversammlung die Entlastung des Vorstandes für das Jahr 2023. Der wurde einstimmig entlastet. Ebenso stand die Beschlussfassung für den geplanten Haushalt 2024 an. Dieser wurde mit einer Stimmenthaltung mehrheitlich angenommen.

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