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Punktverlust mit fadem Beigeschmack: SG Blau-Weiß Pessin – FC Borussia Brandenburg 2:2 (0:2)

Sport
  • Erstellt: 24.04.2024 / 14:01 Uhr von Björn Wiesener
Bei windig kaltem Wetter ging es für die Borussia am Sonntag zur blau-weißen SG nach Pessin, gegen die man das Hinspiel klar mit 8:2 gewinnen konnte. Das Trainerteam Klepzig/ Kirchner wollte im Hinblick auf die anstehenden englischen Wochen kein zu großes Risiko eingehen und entschied sich, angeschlagene und im Aufbau befindliche Stammkräfte zu schonen.
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Bei eisigem Rückenwind und auf schmierigem Untergrund waren die Borussen von Anfang an spielbestimmend und gingen bereits nach fünf Minuten in Führung. Maximilian Ablaß kam im Halbfeld an den Ball, überlief seinen Gegenspieler und flankte in Richtung des kurzen Pfostens, wo Simon Brüggmann hochstieg und per Kopf zum 0:1 verlängerte. Auch danach dominierte man das Geschehen und brachte immer wieder gefährliche Flanken vor das Tor der Hausherren.

Diese zeigten sich zumeist bei Kontern gefährlich, bei denen sie vor allem mit Steckpässen auf ihren pfeilschnellen Linksaußen operierten, der bei Nico Fourmont aber bestens aufgehoben war. Borussia kreierte zahlreiche Offensivaktionen, versäumte es aber wieder einmal beste Gelegenheiten zu nutzen. In der 37. Minute konnte man dann aber endlich erhöhen. Tom Signowski nutzte eine sich bietende Lücke im Mittelfeld und dribbelte sich in tief in die gegnerische Hälfte, ehe er den Kopf hob und eine maßgenaue Flanke auf den zweiten Pfosten schlug, wo Dominik Bittner hochstieg und per Direktabnahme zum 0:2 traf.

Die restliche erste Hälfte verlief bis auf einige rustikale Fouls ereignisarm, sodass es mit der verdienten Führung in die Kabinen ging.

Im zweiten Durchgang stellten die Hausherren dann um und spielten deutlich offensiver und auch aggressiver. Dies sorgte nun für ein wesentlich offeneres Spiel, in dem beide Mannschaften ihre Offensivaktionen verzeichnen konnten. In der 55. Minute kamen die Gastgeber dann zum Anschlusstreffer, als ihr schneller Flügelstürmer einen Abstimmungsfehler der Borussendefensive nutzte und ins verwaiste Tor einschieben konnte.

Borussia versuchte nun ebenfalls aggressiver in die Zweikämpfe zu kommen, was ihnen durch den Unparteiischen aber verwehrt wurde. Dieser legte nun zunehmend zahlreiche Situationen zugunsten der Hausherren aus, was dazu führte, dass diese nun mit allen physischen Mitteln verteidigten, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. Die Brandenburger wiederum wurden dadurch in ihrem Agieren merklich verunsichert.

Der vorläufige Höhepunkt dessen folgte in der 69. Minute, als Willi Stobinsky nach seinem Abspiel durch einen zu spät gekommen Pessiner umgetreten wurde und schmerzverzerrt am Boden lag. Der Unparteiische pfiff, zückte sofort die gelbe Karte und begab sich zum Unfallort.

Die Hausherren stellten sich indes auf einen Freistoß der Borussia ein und begannen sich bereits über die Verwarnung zu beschweren. Zur völligen Irritation aller zeigte der Spielleiter diese aber Stobinsky und gab den Freistoß in die andere Richtung, was Pessin zögerlich, aber natürlich dankbar annahm.

Zu allem Überfluss resultierte aus diesem Freistoß dann auch noch das 2:2 für die Gastgeber und Borussia musste sich dabei vorwerfen lassen, defensiv nicht auf der Höhe gewesen zu sein. In der Folge wurde es dann vogelwild. Der Schiedsrichter verlor nun jegliches Wertungsgefühl, ließ rüdeste Tacklings weitgehend ungeahndet und verteilte gelbe Karten in völlig willkürlich ausgewählten Situationen.

Für Borussia gipfelte dies in der 81. Minute in einer gelb-roten Karte. Als ein gelbvorbelasteter Borusse einen Ball absolut sauber abgrätschte, wurde zum Unverständnis aller auf Freistoß und Gelb-Rot entschieden, was die Emotionen endgültig überkochen ließ. In Überzahl drängten die Hausherren nun noch auf den Siegtreffer und hätten diesen kurz vor Schluss auch beinah erzielt. Doch Jonas Wagner behielt im Eins-gegen-Eins die Nerven und hielt seiner Mannschaft den Punkt fest. Folglich endete die Partie unentschieden.

Trainer Steffen Kirchner äußerte sich im Nachgang folgendermaßen: „Die erste Halbzeit war sicherlich nicht unsere beste Saisonleistung, aber dennoch souverän und mit dem zwischenzeitlichen 0:2 komplett für uns im Rahmen. Was die Jungs aber an Ignoranz, Selbstdarstellung und defizitärer Kommunikation des Spielleiters Daniel Süßmann ertragen mussten, hat man so noch nie erlebt. In meinen Augen ist dieser Mann als Fußballschiedsrichter komplett ungeeignet und damit meine ich noch nicht einmal die Anzahl der Fehlentscheidungen – die jedem passieren können – sondern die menschlichen Eigenschaften, die man in dieser Rolle mitbringen sollte. Aus meiner Sicht benötigt dieser Mann ganz dringend ein Coaching in Sachen Umgangsformen. Wer tolle Beispiele für Unzulänglichkeiten benötigt, kann sich auf dem Twitch-Account der Gastgeber ab 1h 17min selbst ein Bild davon machen.“

Tore für Borussia: Simon Brüggmann (5‘), Dominik Bittner (37‘)

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