In der Gedenkstätte Zuchthaus Brandenburg-Görden wird am Donnerstag, 4. Juni, um 17.30 Uhr die Ausstellung „frauenHAFT – Sowjetische Repression und DDR-Strafvollzug (1945–1956)“ eröffnet. Gezeigt wird ein Teil der Wanderausstellung, der sich mit bislang wenig bekannten Lebensgeschichten von Frauen in Haft beschäftigt.
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Im Mittelpunkt stehen tausende Frauen, die in der Sowjetischen Besatzungszone von sowjetischen Militärtribunalen zu langen Haftstrafen verurteilt wurden. Viele von ihnen waren zunächst in Speziallagern interniert, darunter ab 1948 auch im Speziallager Sachsenhausen. Anfang 1950 wurden 1.119 Frauen – darunter Mütter mit kleinen Kindern und Schwangere – in das DDR-Gefängnis Hoheneck verlegt. Ein Teil von ihnen kam 1953 schließlich nach Brandenburg-Görden.
Die Ausstellung rückt exemplarisch die Biografien von vier dieser Frauen in den Fokus und macht ihre Schicksale sichtbar. Kuratorin Katharina Gräb gibt zur Eröffnung Einblicke in die Entstehung und Inhalte der Schau. Im Anschluss sind Besucher zum Austausch eingeladen.
Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten – per E-Mail unter [anmeldung-brb@stiftung-bg.de] oder telefonisch unter 03381/7935-112 bzw. -113.