Seit dem 27. Februar ist die Kommunikation zur Gefahrenabwehr für Passanten gesperrt. Auf Höhe der “HavelPause” war der Giebel einer Hausruine eingestürzt. Inzwischen hat sich die Lage noch weiter dramatisiert, denn an dem Gebäude, direkt angrenzend zum Gehweg, sind weitere Teile der Hauswand eingestürzt und ein Ende ist nicht abzusehen. Gleichzeitig sollen immer wieder Personen die Absperrung öffnen und den abgesperrten Bereich durchqueren. Das ist lebensgefährlich, da weiter Teile der Hauswand herunterbrechen können, was auch an den Steinbrocken auf dem Gehweg am Montag zu sehen war.
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Auf Nachfrage bei der Stadtverwaltung berichtet Pressesprecher Thomas Messerschmidt, dass die Eigentümer nach seinen Informationen mit der Bauaufsicht im ständigen Kontakt seien. Diese hätten auch signalisiert, dass sie daran arbeiten, was mit dem Objekt geschehen soll. „Das betroffene Gebäude ist wohl eins von diesen 3 Brandruinen von dem Brand vor 10 Jahren. Das ist wohl auch arg in Mitleidenschaft gezogen. Man ist scheinbar in Abstimmung, inwiefern man im Rahmen der Gefahrenabwehr schaut, ob man rückbaut oder abreißt“, so der Pressesprecher.
Weiter informierte er darüber, dass sich wohl ein Bauleiter den Schaden angeschaut haben soll, wie ihm selbst Donnerstagabend gesagt wurde. "Man will sich bis Mitte dieser Woche abstimmen, wie es weitergehen kann. Scheinbar soll auch ein Statiker eingebunden werden“, so Messerschmidt. Man sei hier im ständigem Austausch und signalisiere auch immer der Bauaufsicht, welcher neue Erkenntnisgewinn vorliegt.
Erklärtes Ziel: Das Problem soll erledigt werden, damit man die Kommunikation dann wieder öffnen kann. Die Sperrung sei laut Rathaus nicht dazu da, um die Bürger zu ärgern, sondern eine nötige Sicherheitsmaßnahme.
Update 12.09 Uhr: Da das abgebildete Verkehrszeichen “Durchfahrt verboten” nicht für Fußgänger, schiebende Radfahrer und Co. gilt, gab es bei mehreren Lesern Irritationen. Durften diese etwa alle die Stelle passieren und wurden deshalb die Absperrungen immer wieder geöffnet? Klarheit schafft hier Stadtsprecher Thomas Messerschmidt, der darüber informiert, dass weiter vorn - am Eingang der Kommunikation - das Zusatzschild “Gehweg im weiteren Verlauf gesperrt” aufgestellt wurde. Die Sperrung gelte laut Stadt daher für alle Verkehrsteilnehmer - Autos, Fußgänger und Co. Für Verwirrung sorgt in dem Zusammenhang nur die Auslegung der StVO zu Zusatzeichen, dort steht recht eindeutig: "Sie sind unmittelbar, in der Regel unter dem Verkehrszeichen, auf das sie sich beziehen, angebracht.” Aber auch die jetzt gewählte Variante ist durchaus machbar, heißt es aus der Brandenburger Fahrlehrerszene.
Gleichwohl: Der Grund ist nachvollziehbar -Steinbrocken abbekommen möchte wohl kein Brandenburger.