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Neuer Träger für das Frauenhaus

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 03.03.2026 / 21:01 Uhr von cg1
Für den Betrieb der seit 1992 bestehenden Frauenschutzeinrichtung in Brandenburg an der Havel steht ein neuer Träger fest: Ab dem 1. April 2026 übernimmt der Demokratische Frauenbund, Landesverband Brandenburg e.V. die Aufgabe für den Zeitraum bis zum 31. März 2031. "Der Zuschlag erfolgte im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung, in der sich der Träger erfolgreich durchsetzen konnte", teilt das Brandenburger Rathaus mit. Bisheriger Träger war der Unabhängige Frauenverband, dieser führte die Einrichtung sei 1992. Es stehen vor Ort 16 Plätze sowie 4 Notfallplätze zur Verfügung.
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Die Frauenschutzeinrichtung bietet Schutz und Unterstützung für Frauen ab 18 Jahren, die von geschlechtsspezifischer und/oder häuslicher Gewalt betroffen oder bedroht sind. Auch Kinder können gemeinsam mit ihren Müttern aufgenommen werden. Das stationäre Angebot umfasst umfassende psychosoziale sowie sozialpädagogische Unterstützung, Beratung und Begleitung der in der Einrichtung lebenden Frauen und ihrer Kinder. Erklärtes Ziel ist es, Betroffenen Schutz, Stabilisierung und Perspektiven für ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Ergänzend dazu umfasst der Auftrag ein externes ambulantes Beratungsangebot für die Stadt Brandenburg an der Havel. Dieses richtet sich an alle volljährigen Personen sowie Institutionen im Kontext häuslicher und/oder geschlechtsspezifischer Gewalt. Die Beratung erfolgt unabhängig von einem Aufenthalt in der Frauenschutzeinrichtung, ist niedrigschwellig gestaltet und öffentlich zugänglich. Betroffene erhalten Beratung, Unterstützung sowie Informationen zu Handlungs- und Schutzmöglichkeiten.
„Mit der Vergabe an den Demokratischen Frauenbund e. V. wird die kontinuierliche und fachlich qualifizierte Unterstützung von gewaltbetroffenen Menschen in Brandenburg an der Havel langfristig gesichert", betont die zuständige Beigeordnete Alexandra Adel im Zuge der Neuvergabe.

Übrigens: Da die Aufenthaltsdauer in der Einrichtung stark von der individuellen Situation der schutzsuchenden Frauen abhängt, variieren die Zeiten hier nach Angaben der Stadtverwaltung sehr.
Und reichen aus Sicht der Verwaltung die aktuellen Kapazitäten aus oder fährt das Haus "am Limit" und muss Abweisungen vornehmen?
"Die in der Stadt Brandenburg an der Havel vorgehaltenen Kapazitäten sind ausreichend. Abweisungen können dennoch aus den verschiedensten, auch in der Person liegenden Gründen möglich sein . Zu berücksichtigen ist hierbei auch, dass landes- und bundesweit weiterhin Plätze in Frauenschutzeinrichtungen fehlen und es deshalb zu vielen Aufnahmeanfragen aus anderen Kommunen oder Bundesländern in den vorhandenen Einrichtungen kommt, die mit Blick auf die begrenzten Kapazitäten nicht alle realisiert werden können", heißt es dazu auf Meetingpoint-Nachfrage. Aktuell kann die Zahl der Abweisungen seitens der Verwaltung nicht benannt werden.

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