In Berlin und Brandenburg rufen die Gewerkschaft GEW, IG-BAU GdP und ver.di am kommenden Mittwoch, 11. Februar, im Rahmen der Tarifrunde für den öffentlichen Dienst der Länder zum Streik auf. Die Gewerkschaften verstärken damit zum Auftakt der 3. Verhandlungsrunde in Potsdam den Druck auf die Arbeitgeber. In den zwei vorherigen Verhandlungsrunden hatten die öffentlichen Arbeitgeber kein konkretes Angebot gemacht.
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Zum Streik aufgerufen werden in Berlin die Beschäftigten der Kita Eigenbetriebe, der staatlichen Schulen, der Bezirksämter und nachgeordneten Einrichtungen, der Senatsverwaltungen und nachgeordneten Einrichtungen, der Feuerwehr, des Lette Vereins, des Pestalozzi-Fröbel-Hauses, der Polizeidienststellen und der landeseignen Bühnen. In Berlin und Brandenburg werden die Beschäftigten der Hochschulen (inkl. studentischer Beschäftigten), sowie die Beschäftigten der jeweiligen Landesforstbetriebe aufgerufen. In Brandenburg gilt der Aufruf für die Beschäftigten der Landesministerien und ihrer nachgeordneten Einrichtungen sowie der Polizei.
„Seit Jahresbeginn erleben wir eine geradezu verächtliche Rhetorik gegenüber den Beschäftigten im Land. Am 11. Februar werden wir gemeinsam zeigen, dass wir uns das nicht bieten lassen. Wir erwarten endlich ein Angebot, das der Bedeutung der Arbeit im öffentlichen Dienst gerecht wird“, sagt ver.di Landesbezirksleiterin für Berlin-Brandenburg Andrea Kühnemann.
„Gute Bildung gibt es nicht zum Nulltarif: Ohne ein ernsthaftes Angebot nehmen die Arbeitgeber weitere Ausfälle bewusst in Kauf.“ fügt Felicia Kompio, Vorsitzende der GEW BERLIN, hinzu.
„Die Beschäftigten zeigen jeden Tag eindrucksvoll, was sie ausmacht: Verlässlichkeit, Engagement und die Bereitschaft, jederzeit für einen funktionierenden öffentlichen Dienst einzustehen. Ob Verwaltung, Naturschutz, Bildung, Gesundheit oder Sicherheit – ohne sie würde in Berlin und Brandenburg einfach nichts laufen. Doch genau diese Einsatzbereitschaft braucht jetzt eine klare Antwort. Die TdL ist gefordert, endlich ein vernünftiges, respektvolles und verhandelbares Angebot auf den Tisch zu legen", sagt Julian Diaz, Gewerkschaftssekretär der IG BAU Berlin Brandenburg.
Im Rahmen des Streiks findet am 11. Februar ab 9.30 Uhr eine Demonstration vom Lustgarten Potsdam zu Verhandlungsort statt (Kongresshotel Potsdam, Am Luftschiffhafen). Dort findet ab 11.45 Uhr eine Abschlusskundgebung statt.