In Brandenburg an der Havel wird seit dem 1. Januar wieder eine Gebühr – in Höhe von 10 Euro – pro Trichinenuntersuchung bei Schwarzwild erhoben. Im Zusammenhang mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) war in den vergangenen Jahren – seit 2020 – zur Förderung einer verstärkten Bejagung des Schwarzwildes darauf verzichtet worden. Der Verzicht auf Gebühren stellte eine befristete Ausnahmeregelung dar.
Anzeige
Da die Afrikanische Schweinepest bis auf einen kleinen Teil im östlichen Brandenburg als erloschen gilt, wurden die Restriktionszonen mittlerweile aufgehoben. Somit besteht aus Sicht der Verwaltung kein Anlass mehr, dauerhaft von der regulären Gebührenerhebung abzuweichen, zumal die Trichinenuntersuchung fortlaufend Personal-, Labor-, Sach- und Verwaltungsaufwand verursacht.
Was ist eine Trichinenuntersuchung?
Trichinenuntersuchung prüft Fleischproben von Schwarzwild oder Dachs, meist aus Zwerchfell und Vorderlauf, auf parasitische Trichinenlarven. Diese Parasiten können beim Verzehr roher oder unschädlich gegarten Wilds Menschen schwere Krankheiten wie Trichinenlose verursachen. Die gesetzlich vorgeschriebene Probe wird oft von beauftragten Jägern entnommen und im Labor analysiert, um Fleisch als sicher zu kennzeichnen.