Zwei Machtmenschen kämpften im 12. Jahrhundert um die damalige Brandenburg: Albrecht der Bär und Jacza von Köpenick. Die Slawenfeste waren damals heiß begehrt. Albrecht der Bär kam 1150 nach dem Tod des Heveller-Fürsten Pribislaw zwar durch Erbschaft relativ leicht an die Burg, doch Jacza, oder auch Jaxa, von Köpenick fand sich damit nicht ab. Als angeheirateter Verwandter bestand er auf das Erbe und damit auch auf die Vorherrschaft an Havel und Spree.
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Im Frühjahr 1157 sah er seine Zeit gekommen. Der polnische Fürst bestach Teile der Besatzung und nahm die Brandenburg mit Hilfe polnischer Krieger nach einem Überraschungsangriff ein. Albrecht der Bär verbündete sich daraufhin mit dem Magdeburger Bischof Wichmann und gemeinsam eroberten sie am 11. Juni 1157 die Brandenburg zurück. Dieses Datum gilt als Gründungstag für die Mark Brandenburg.
Der Fürst von Köpenick dürfte bei der Rückeroberung der Brandenburg überhaupt nicht mehr anwesend gewesen sein. Trotzdem erzählt die Legende, dass er unmittelbar nach der Niederlage vor Albrecht floh. Der verfolgte ihn mit zwei seiner Reiter bis zur wegen Hochwassers 750 Meter breiten Havel beim heutigen Gatow. Jaxa trieb sein Pferd in die Havel, welches das andere Ufer schwimmend erreichen wollte. Doch schon bald drohte das erschöpfte Tier zu versinken.
Jacza betete erst zum Wendengott Triglaff, und als das nicht half, mit erhobenen Schild zum Christengott, dem er seine Treue schwor. Mit neuer Kraft erreichten beide schließlich das Ufer bei der Landzunge namens Schildhorn, wo der slawische Fürst aus Dankbarkeit sein Schild an eine Eiche hängte. Jaxa kehrte nach Köpenick zurück und orientierte sich in der Folgezeit mehr in Richtung Polen. Er starb 1176.
König Friedrich Wilhelm IV. setzte Jaxa im Jahre 1845 auf dem Schildhorn ein Denkmal. Er steuerte selbst einige Bleistiftskizzen bei. Der Architekt Friedrich August Stüler zeichnete letztlich für die Ausführungsplanung verantwortlich. Die sandsteinerne Gedenksäule, an der ein Schild als einziger Schmuck angebracht war, fertigte schließlich der Baurat Christian Gottlieb Cantian. 1945 wurde das Denkmal zerstört. 1954 setzte eine Steinmetzfirma die vier Trümmerstücke wieder zusammen. Heute ist das Denkmal im Grunewald ein beliebtes Ausflugsziel.