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Leserbrief: Wohnen und Mieten – ein soziales Problemen unserer Zeit?!

Leserbriefe
  • Erstellt: 10.07.2024 / 11:01 Uhr von Kerstin Liebenow
Am Donnerstag, den 4. fand eine Veranstaltung mit der wohn- und mietenpolitischen Sprecherin, der Fraktion „Die Linke“ im Brandenburger Landtag, Isabell Vandré statt. Veranstaltungsort war das Havel Space in Brandenburg an der Havel. Organisatoren waren die Landtagsfraktion der Partei „Die Linke“ gemeinsam mit der Rosa- Luxemburg- Stiftung Brandenburg e.V. Warum wurde diese Studie in Auftrag gegeben?
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Die Grundstückspreise werden immer höher und Familien finden immer schwerer eine bezahlbare Wohnung. 10 Orte im Land Brandenburg wurden in verschiedenen Kategorien verglichen und untersucht. Unsere Havelstadt war einer dieser Orte. Untersuchungszeitraum sind die Jahre 2012 – 2022.

Anlass dieser Veranstaltung war die Vorstellung und Auswertung einer Studie, welche von der Landtagsfraktion in Auftrag gegeben wurde. Es sollte die Mietenentwicklung in den verschiedenen Orten untersucht werden. Dabei wurde die Bevölkerungsentwicklung, der Bestand an kommunalen und genossenschaftlichen Wohnungen beleuchtet.

Vertreter der WBG und ein Vertreter des Mieterbundes Brandenburg an der Havel gehörten zu den Gästen und berichteten über ihre Sichtweisen Erfahrungen und Probleme zu diesem Thema.

Ein paar Schlussfolgerungen seien hier genannt, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
- Der Bedarf an günstigen, sozialgebundenen Wohnraum steigt im ganzen Land, so auch hier in unserer Stadt. Die Menschen müssen inzwischen ca. 30% ihres Lohnes/Gehaltes für Miete ausgeben. Diese Prozentzahl könnte zukünftig noch weiter zu steigen.
- In unserer Havelstadt liegt der Leerstand 2,7% über dem Durchschnitt des Landes. Vertreter der WBG berichteten darüber, wie hoch der finanzielle

Aufwand ist, um eine leere Wohnung so herzurichten, dass sie wieder vermietet ist.
- Ein weiterer Punkt ist die überdurchschnittliche Zahl von Personen, die in Brandenburg an der Havel auf soziale Grundversorgung angewiesen sind. Im Landesdurchschnitt sind es ca. 20%, in unserer Stadt 37%.
- Eine Schlussfolgerung dieser Studie ist es, dass deutlich besser über das Wohngeld aufgeklärt werden muss. Die Anträge dafür sollten deutlich vereinfacht und besser verständlich gemacht werden.
- Des Weiteren muss die Art der Wohnungsbauförderung überdacht und die Förderung sollte den Anforderungen des Wohnungsbaus angepasst werden.
- Die Mietpreisbremse sollte eingehalten werden.

Das sind nur einige Dinge, die ich hier genannt habe. Menschen, die sich für diese Studie interessieren, finden diese auf der Internetseite der Landtagsfraktion der Partei Die Linke.

Leider waren nur sehr wenig Gäste anwesend, obwohl das Thema meines Erachtens immer wichtiger wird.

Kerstin Liebenow
stellv. Co – Vorsitzende
Partei „Die Linke“ Brandenburg an der Havel


Bitte beachten: Meldungen in der Rubrik "Leserbriefe" geben nicht die Meinung der Redaktion wieder, sie sind ein persönlicher Text des jeweiligen Verfassers. Einsendungen sind unter [info@meetingpoint-brandenburg.de] möglich.
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