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Hausaufgaben in Beelitz erfüllt

Sport
  • Erstellt: 18.05.2022 / 12:01 Uhr von Christian Reidlingshöfer
Im vorletzten Saisonspiel erfüllten die Fußballerinnen des FC Stahl Brandenburg ihre Hausaufgaben bei der SG Blau-Weiß Beelitz, siegten mit 1:0. Damit die Zuschauer am kommenden Sonntag (22. Mai/14:00 Uhr) ein echtes Endspiel um die Landesmeisterschaft gegen Grün-Weiß Brieselang im Stadion am Quenz erleben können, durfte die Elf von Trainer Oliver Gühne vor allem nicht verlieren, ein Unentschieden hätte den Finalcharakter schon gewahrt.

Dass die Partie in Beelitz nichts für Fußballästheten wurde lag nicht an den Brandenburgerinnen, sondern ausschließlich an den Gastgeberinnen. Sie gingen in die Partie mit der einzigen Prämisse so wenig Gegentore wie möglich zu kassieren. So verteidigten sie über die 90 Minuten mit viel Einsatz ihren Strafraum, doch zum Fußball gehören auch eigene Offensivaktionen. Doch bis auf drei weite Bälle in den Stahl-Sechzehner, gab es keine Angriffe der Blau-Weißen.

Die bemerkenswerteste Aktion von Torfrau Faye Riedel an diesem Tag war das Herunterpflücken einer Flanke. Die Gästeabwehr verlebte einen sehr ruhigen Vormittag.

Auf der Gegenseite war wenigstens das Bemühen erkennbar, das Ziel des Fußballsports zu erfüllen: das Toreschießen. Es gab im Ansatz vielversprechende Situationen, doch es war schwer den Ball durch die vielbeinige Deckung in Richtung Beelitzer Tor zu bekommen. Viele Schüsse wurden geblockt und zudem stand mit Antonia Lietz eine aufmerksame Torfrau zwischen den Pfosten. In der 29. Minute war aber auch sie machtlos. Ihre Vorderfrauen bekamen eine Flanke nicht geklärt, Anja Seelhoff reagierte am schnellsten und bugsierte das Leder über die Linie. Die Führung ließ den Druck bei den Gästen abfallen. Häufig genug gibt es im Fußball Beispiele, wo eine dominierende Mannschaft als Verlierer den Platz verließ, weil sie ihre Möglichkeiten nicht nutzte und der Gegner seine einzige. Trotz des Rückstands gab es kein Aufbäumen bei den Beelitzerinnen, sie blieben weiter tief in ihrer Hälfte, so dass die Stahl-Frauen gefühlt 90 % Ballbesitz hatten. Sie beschäftigten auch im zweiten Durchgang die Gastgeberinnen, ohne jedoch – mit Blick auf den kommenden Sonntag – ständig mit vollem Einsatz in die Zweikämpfe zu gehen, um die Verletzungsgefahr zu reduzieren.

Für solch einen destruktiven Kontrahenten reichte es auch so, obwohl Trainer Gühne stets im Hinterkopf hatte, dass ein langer Ball immer mal durchrutschen kann. Doch dafür hätten es die Beelitzerinnen erst einmal versuchen müssen. Da waren die Gäste näher am zweiten Treffer dran, zum Beispiel als ein Kopfball Jessica Finkbeiners auf der Torlinie geklärt wurde. Oder bei einer Flanke von Marlen Wodtke auf den zweiten Pfosten, doch Torschützín Seelhoff traf diesmal nur die Torumrandung.

So blieb es beim mehr als verdienten 1:0-Erfolg der Stahlfrauen. Sie haben nun 43 Punkte auf dem Konto, wie auch die Damen aus Brieselang, die jedoch das wesentlich bessere Torverhältnis haben. Aber ein 1:0 würde den Brandenburgerinnen am Sonntag reichen und da wird die Mannschaft auch ein anders Gesicht haben wie in Beelitz. Fabienne Wendt wird wieder dazustoßen und die Spielerinnen die in Beelitz auf der Bank saßen, wurden ebenfalls für das Saisonfinale geschont.

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