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SV 63-Handballer spielten und siegten am Sonntag für ihren Co-Trainer

Sport
  • Erstellt: 16.05.2022 / 19:01 Uhr von rb
Das Punktspiel gegen die 2. Mannschaft des Oranienburger HC am Sonntag in der Sporthalle am Marienberg war für die Handballer des SV 63 Brandenburg-West ein ganz Besonderes. Denn sie spielten und siegten am Ende für ihren Co-Trainer Peter Stolle und seine am Donnerstag ganz plötzlich verstorbene Ehefrau. "Das war für uns eine erschütternde Nachricht, die ich vor dem Spiel dem Team mitteilen musste. Heute haben wir nur in Anteilnahme an Peter und seine Frau gespielt“, so Trainer Sven Schößler nach dem erfolgreichen Spiel.

Nach dem doch eher schlechten Spiel in der vergangenen Woche zeigten die 63er am Sonntag wieder, was sie können. Von Anbeginn wollten sie ihrem Gegner deutlich machen, wer hier den Ton angibt. So führte man nach sieben Minuten Spielzeit mit 7:0. Ein Anfang, der sich zum Spielende hin noch als äußerst wertvoll zeigen sollte. Variantenreich und nach dem Motto „Jeder darf“ knallten die Bälle nur so ins Oranienburger Tor und der Anfeuerungslärm der Gästezuschauer verstummte erst einmal.

Garant und zuverlässiger Torschütze war auch in diesem Spiel Nick Stenzel, der wohl schon ein Dauerabonnement auf sechs Tore in jedem Spiel haben muss. Doch einer glänze noch mehr. Mit neun Toren sorgte Magnus Wybranietz für den Erfolg der Havelstädter. Ebenso muss Torwart Andy Witowski genannt werden, der nicht nur drei der fünf  7-Meter der Gäste abwehrte. Das ergänzte die gute Deckungsleistung des Teams von Sven Schößler, der immer noch auf Stammspieler wegen Verletzungen verzichten muss. 

So stark wie das Spiel der Brandenburger in der ersten Halbzeit war, so schwierig wurde die zweite Spielhälfte. „Ich wusste, dass wir das Niveau der ersten Hälfte nicht halten können und wir wussten, was wir für einen Gegner vor uns haben“, so der Trainer in seinem Resümee nach dem Spiel. So beurteilte er auch die ersten zehn Minuten in Halbzeit 2 als entscheidend. Hier konnte sein Team lediglich zwei Treffer setzen. Zudem mussten die 63er noch kurz hintereinander zwei Strafminuten verkraften. Doch man konnte den zu Beginn erzielten 6-Tore Vorsprung weiter halten.

Doch in einer immer aggressiver werdenden Begegnung kam Oranienburg, jetzt getrieben von ihren Fans und einer tobenden Bank, immer näher an die Gastgeber heran. Doch am Ende war es immer wieder Brandenburg, die ein zu nahes Herankommen an sie verhinderte. So siegten die Westler völlig verdient nach einem kämpferischen Spiel mit drei Toren Vorsprung und können so auch ihren ungefährdeten zweiten Tabellenplatz weiter absichern. 
Als Nächstes geht es dann am Mittwoch, 25. Mai, zum Spitzenreiter der Liga HSG RSV Teltow/Ruhlsdorf.

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